Westworld (1973)

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Westworld ist ein 89 Minuten langer US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1973 von Regisseur, Drehbuch- und Bestsellerautor Michael Crichton. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman, ebenfalls von Crichton geschrieben.

Die Story behandelt, wie auch in der aktuellen Serien-Adaption, einen Freizeitpark in dem Androiden vorgefertigte Erzählungen aufführen in denen sich Gäste – richtige Menschen – mit einwirken und somit eine eigene Geschichte nicht nur spielen, sondern leben können.

In der nahen Zukunft des Jahres 1983 gibt es eine Einrichtung namens Delos, die mit drei verschiedenen Freizeitparks – wilder Westen, Mittelalter und römische Weltherrschaft – ausgestattet ist. Die Androiden und Gynoiden, lebensecht und Menschen zum Verwechseln ähnlich sehend, können wahlweise von den Gästen erschossen, erstochen, misshandelt oder vernascht werden. Ganz nach Belieben der Spieler. Da echte Waffen benutzt werden, wurde ihnen eine Art Sensorik implantiert, die verhindert, dass echte Menschen zu schaden kommen. Wir als Zuschauer verfolgen wie John Blane (James Brolin) und Peter Martin (Richard Benjamin) den Vergnügungspark des wilden Westens besuchen. Dass dabei nicht alles wie geplant von Statten geht, wird bereits nach kurzer Zeit mehr als deutlich.

Obwohl Westworld vor mehr als 40 Jahren geschrieben und verfilmt wurde, ist es auch heute noch spannend. Genauer gesagt, spannender denn je. Denn beim Schauen des Films wird einem sehr schnell bewusst, dass Crichton seiner Zeit weit voraus war. Was wahrscheinlich auch der Grund ist, weshalb erst jetzt eine Serie über dieses Thema produziert wurde. Der Film wirkt im Nachhinein betrachtet fast wie ein Pilot dazu. Humoristisch, direkt und mit einzigartigem Charme.

In Westworld geht es nicht um Selbstfindung, auch wenn sich der allgemeine Tonfall gegen unsere von Konsum und Macht beherrschte Gesellschaft richtet und einen fast mahnenden Zeigefinger in die Luft streckt. Vordergründig stehen viel mehr die Konsequenzen, die durch das Gott-spielen verursacht werden. Was geschieht, wenn die Kontrolle über „leicht zu kontrollierende Dinge“ verloren geht und diese sich wie ein ansteckender Virus verbreiten. Ein Film mit vielen Denkanstößen. Kurzweilig und interessant erzählt.

Natürlich ist das Alter dieses Films nicht unerheblich. Leute, die mit älteren Filmen nichts anfangen können, werden sich vielleicht langweilen, weil es keine lauten Explosionen und schnelle Schnitte gibt. Die Dialoge mögen flach und oberflächlich erscheinen, lässt man sich jedoch darauf ein, erwartet einen ein charmantes und witziges Spektakel.

 

Fazit: Jeder, der sich bereits die Serie zu Westworld angesehen hat, sollte auch mal einen Blick in den Ursprung des Epos werfen. Es gibt viele Parallelen, auf denen aufgebaut wurde und es gibt einige Unterschiede. Orte, Cast und Bildbearbeitung sind gut ausgewählt und durchdacht eingesetzt. Lediglich die Dialoge könnten etwas tiefgründiger sein und einige Fakten bleiben ungeklärt. Nichts desto trotz eine wunderbar gelungene Erzählung, die eine Menge in sich hat und den Zuschauer zu keiner Zeit langweilt. 8 von 10 Punkten!

 

(8/10)

(Rechte für Grafiken liegen bei Metro – Goldwyn – Mayer)

 

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