Grave Encounters (2011)

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Grave Encounters (2011) ist ein 95 Minuten langer US-amerikanisch-kanadischer Horrorfilm im Found-Footage-Stil. Geschrieben und produziert wurde er von den kanadischen Filmemachern The Vicious Brothers Colin Minihan und Stuart Ortiz.

Lance Preston (Sean Rogerson) ist der Moderator der Geisterjäger-Reality-TV-Serie Grave Encounters. Für eine neue Episode lässt er sich 2003, zusammen mit seiner Crew, in der verlassenen Collingwood-Psychiatrie über Nacht einsperren. Schnell muss die Gruppe feststellen, dass an den unerklärlichen Phänomenen, über die seit der Schließung der Klinik berichtet wird, doch mehr steckt. Die Aufnahmen, die dabei entstehen, sollen erst Jahre später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Kurz gesagt hat dieser Film alles, was ihn empfehlenswert macht! Spannende Story, gruselige Atmosphäre, authentische Schauspieler, nicht zu viele Action-Szenen und viele „Oh shit“-Momente.

 

**Spoiler ab hier**

Grave Encounters beginnt mit einer sanften Einführung der Reality-TV-Darsteller, die nach paranormalen Phänomenen in den USA suchen und macht unverblümt klar, welche Heuchler normalerweise hinter diesen Geisterjägern stecken. Leute, die damit Geld machen anderen abgedroschene Geschichten über Gespenster und verfluchte Orte aufzuzeigen, dabei glauben sie selbst nicht an sowas. So wird beispielsweise der Gärtner dafür bezahlt eine ausgedachte Story über eine angebliche Geistersichtung zu erzählen. Dies ist amüsant mit anzusehen und unterhält den Zuschauer von der ersten Minute an. Es folgen Interviews verschiedener Personen rund um die verwunschene Klinik, in die sich die Crew des Nachts einsperren lässt und Kameras werden an sog. paranormalen Hotspots installiert. Bis hierhin wirkt der Film zunächst wie eine Mockumentary.

Sobald die Lichter jedoch ausgehen, endet die gelassene Stimmung und schwenkt in eine düstere, immer mehr beklemmende Atmosphäre, die ein unheimliches Geheimnis in sich birgt.

 

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Sean Rogerson – © 2011 – Tribeca Film

 

Mit subtilen Methoden verstricken sich nicht nur die Protagonisten tiefer und tiefer in eine Welt des Abgrundes, auch dem Zuschauer wird allmählich angst und bange. Nachdem nämlich scheinbar das Schlimmste überstanden schien, geht der Spaß erst richtig los! Das Haus spielt mit seinen neuen Besuchern und möchte sie nicht wieder gehen lassen. Teilweise wird es laut, hektisch und nahezu abgefahren. Doch wer die Geister nicht nur ruft, sondern auch provoziert, muss mit Antwort rechnen. Lance bekommt den Beweis, den er jahrelang gesucht hatte und die Crewmitglieder verfallen nach und nach dem Wahnsinn.

2013 wurde die Fortsetzung „Grave Encounters 2“ veröffentlicht.

 

Fazit: Mein absoluter Lieblingsfilm! Abgesehen von der deutschen Synchronisation, für den man „Grave Encounters“ nicht verantwortlich machen darf, und den schwachen Computeranimationen, ist dieser Film mehr als nur sehenswert! Ich habe ihn bereits einige Male genossen und werde dem einfach nicht überdrüssig. Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl!

 

(10/10)

(Rechte für Grafiken liegen bei The Vicious Brothers / Tribeca Film)

 

 

 

 

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