Logic Room (2007)

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Ein spanischer Thriller? Spätestens seit 2007 (REC) überrollt uns eine ganze Welle interessanter Filme aus dem südeuropäischen Land der Sonne. Logic Room (Originaltitel: La habitación de Fermat / engl: Fermat’s Room) ist, mit ein paar Abstrichen, ein weiterer sehenswerter Film, der uns erst 4 Jahre nach seiner offiziellen Premiere auf DVD erreichen sollte.

Der Film handelt von drei Mathematikern und einem Erfinder, welche durch eine geheimnisvolle Einladung eines Fremden, unter dem Pseudonym „Fermat“, zu einem Wettbewerb der schlausten Köpfe des Landes eingeladen werden. Demjenigen dem es gelingt, das mitgelieferte Rätsel korrekt zu beantworten, erhält ein eigenes Pseudonym und wird dazu aufgefordert an einem bestimmten Ort und zu einer festgelegten Zeit, alleine und ohne Mobiltelefon, zu kommen, wo ihm dann das „größte Rätsel der Menschheit“ präsentiert werden wird.

Ich muss gestehen, es war eher dem Zufall geschuldet, dass ich diesen Film in die Hände bekommen habe. Ein angenehmer Zufall! Der Film weiß von der ersten Minute ab, wie man das Publikum auf einen interessanten Plot vorbereitet und die Spannung im angenehmen Tempo aufbaut. Der Cast weist, bis auf Federico Luppi (Pan’s Labyrinth), unbekannte Schauspieler auf.  

**Spoiler ab hier**

Dennoch gibt es ein paar Abstriche die das Gesamtbild trüben. So werden Rätsel im Film auf mysteriöse Weise gelöst und der Zuschauer ohne Erklärung zurückgelassen. Außerdem bezweifele ich stark die ganze „Hydraulik-Wand kommt näher“ – Sache. Auf dem Poster oben ist ja schon zu sehen, auf was es letztendlich hinauslaufen wird. 4 Hydraulik-pressen, die sonst dafür sorgen, dass dein alter VW Golf nach 25 Jahren endlich zu einem kleinen Würfel werden darf, drücken die Wände immer näher zur Mitte – und sogar ohne Beschädigung der eigentlichen Wände! Zauberei! 😉

Egal! Als sich herausstellt, dass „Fermat“ gar nicht der Gastgeber des Ganzen zu sein scheint, habe ich mich doch nach und nach dabei erwischt, wie mich die Story rund um „Fermat“ immer weniger zu interessieren schien. Mag vielleicht auch daran liegen, dass „Fermat“ fast ständig im Auto sitzt und mit angespannter Miene eine abgelegene, spanische Landstraße fährt – gähn.

Fazit: Kann man sich anschauen. Reißt das Thriller-Genre nicht aus seinen Ankern, aber versucht hier und da mit etwas Raffinesse den Zuschauer auf eine einfache, spannende Reise zu nehmen. Zum finalen Plot-Twist halte ich mich einmal zurück und wünsche euch viel Spaß beim Schauen. Wer einfache Abendunterhaltung sucht, ist hier genau richtig!

(6/10)

(Rechte für Grafiken liegen bei Wild Bunch AG http://www.wildbunch.eu/)

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