Source Code (2011)

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Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) erwacht in einem Nahverkehrszug nach Chicago, kann sich aber nicht daran erinnern, wie er dort hingekommen ist. Christina Warren (Michelle Monaghan), die ihm gegenüber sitzt, scheint Stevens zu kennen, nennt ihn jedoch Sean und wundert sich über dessen Desorientierung. Nach einem kurzen Zwischenstopp explodiert der Zug mitsamt einem anderen Zug und reißt alle an Bord befindlichen Personen in den Tod.

Source Code“ ist ein US-amerikanischer Thriller vom Regisseur Duncan Jones aus dem Jahr 2011. Interessant für jeden, der unvorhersehbare Mindfuck-Filme bevorzugt. Denn bis zum Schluss wird einem nicht klar, worauf das noch hinaus läuft. Selbst nachdem der Plot bereits bekannt ist und die Story ihre volle Pracht enthüllt hat, setzt das Ende noch einen drauf.

Vorab ein Hinweis: der Genuss dieses Filmes hängt davon ab, dass man im Vorfeld so wenig wie möglich über die Hintergründe weiß. Daher verzichte ich darauf auf nähere Details einzugehen.

Die schauspielerische Leistung ist klasse, jedoch hätten die facettenreichen Charaktere etwas besser in Szene gesetzt werden können. Lediglich der Hauptprotagonist wird näher beleuchtet. Das funktioniert einerseits recht gut, weil der anfängliche Fokus auf ihm liegt. Doch schon bald wird klar, dass alle Beteiligten inhaltsreicher sind, als das Kratzen an der Oberfläche aufzeigt.

Action-Szenen, die glücklicherweise nicht überhand nehmen, waren leider nicht durchgehend spannend. Bild- und Toneffekte sind insgesamt ordentlich und können sich sehen lassen. An manchen Stellen gefiel mir das Gebimmel der Musik im Hintergrund nicht besonders. Ich denke aber, dass das Geschmackssache ist.

Dieser Film ist eine Achterbahnfahrt, die das komplette emotionale Spektrum des Zuschauers abdeckt. Ich war verwirrt, hatte Aha-Momente, habe gelacht und sogar eine Träne vergossen, um am Ende überwältigt zu sein von einer wunderschön erzählten Geschichte. Trotz allem hatte ich stellenweise das unerlässliche Gefühl irgendetwas würde fehlen.

 

 

Fazit: Lässt man sich auf „Source Code“ ein, nimmt er einen mit auf eine rasante Mystery-Fahrt in eine Welt voller „Was wäre wenn..“-Sci-Fi-Fragen umhüllt von einem bittersüßen Action-Drama, in dem ein liebevoll durchdachter Thriller-Kern aufblüht. Etwas mehr Tiefe an der ein oder anderen Stelle wäre wünschenswert gewesen. Abgesehen von den eher flachen Nebenrollen, fehlte es zeitweise etwas an prickelnden Spannungsmomenten. Trotzdem verdient sich dieser Film volle 8 Punkte und schmuggelt sich in meine persönliche Top Ten der Mindfuck-Filme.

 

(8/10)

(Rechte für Grafiken liegen bei Summit Entertainment http://summitentertainmentgroup.com)

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