Knowing (2009)

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Dieser Film hat einfach alles: Thrill, Drama, einige Grusel-Elemente, Spannung, Sci-Fi, Nicolas Cage! Ich kann „Knowing – Die Zukunft endet jetzt“ (2009) jedem empfehlen, der auf abgefahrene Plot Twists und tiefgründige Geschichten steht, über die man auch nach dem Anschauen sinnieren kann.

1959 sollen Schüler, zur Einweihungsfeier der William-Dawes-Grundschule in Lexington, ihre Zukunftsvisionen zu Papier bringen, die daraufhin in einer Art Zeitkapsel vergraben werden. Genau 50 Jahre später wird diese Kapsel während der Schulfeier wieder ausgegraben und jedes Kind erhält die bunten Notizen und Zeichnungen von damals. Auf dem Blatt von Caleb Koestler (Chandler Canterbury) stehen jedoch nur Zahlen. Scheinbar wirr aneinander gereihte, bedeutungslose Zahlen. Schon bald entdeckt Calebs alleinerziehender Vater, der Astrophysikprofessor John (Nicolas Cage), dass es sich bei den Zahlen um Daten und Opferzahlen der schlimmsten Unfälle und Katastrophen, globalen Ausmaßes, der vergangenen 50 Jahre handelt. Die letzten drei stehen allerdings erst noch bevor.

Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass es einen Film von 2009 gibt, der in sich so stimmig und trotzdem so unbekannt ist, wie dieser. Die Story ist interessant ab der ersten Minute und entfaltet mehr und mehr Spannung, was den Spaß am Gucken konstant bis zum Schluss anhalten lässt. Die Leistung der Schauspieler ist klasse, sowie die Kulissen, Effekte, Musik und Soundeffekte. Hier ist der Genre-Mix zwischen Mystery/Thriller/Action durchaus gelungen. Unbedingt ansehen!

 

**AB HIER SPOILER**

Nachdem John herausgefunden hat, dass es sich bei den Zahlen um Daten katastrophaler Ereignisse handelt, wartet er zunächst auf die bevorstehenden, bis ihm auffällt, dass weitere Zahlen Längen- und Breitengrade der Geschehnisse anzeigen. Weshalb er sich auf den Weg macht, diese zu verhindern. Doch selbst durch sein Eingreifen, verändern sich weder die Anzahl der Opfer, noch die Tatsache an sich. Dabei werden die Unfälle sehr anschaulich, düster und authentisch aufgezeigt. Ich empfand es nicht als störend, dass beispielsweise das Feuer am Flugzeugwrack animiert war. Zwar keine Bestleistung, dafür absolut ausreichend um einen verstörenden Absturz darzustellen.

Neben der Liste, verfasst von einem 9-jährigen Mädchen namens Lucinda, gibt es allerdings noch andere mysteriöse Ereignisse. Denn Caleb, der ein Hörgerät zur Unterstützung seines Hörvermögens trägt, hört immer öfter seltsame Flüsterstimmen, die scheinbar seinem Kopf entsprangen. Bald wird jedoch klar, dass es sich dabei um Menschen oder menschenähnliche Wesen handelt, die er auch sehen kann. Sie geben ihm einen pechschwarzen Stein. Leider wird die Bedeutung dieses Steines nicht klar. Selbst dann nicht, als John und Diana (Lucindas Tochter) mehrere solcher Steine unter Lucindas ehemaligen Bett finden. Vielleicht stehen die Steine nur symbolisch für das Erscheinen der sog. „Flüstermenschen“, vielleicht bedeuten sie etwas Tiefgründigeres. Das wird leider nicht aufgeklärt.

Eventuell ist die Aufklärung der Aliens, die wie eine Art Engel vom Himmel kommen um einige Kinder auf einen anderen Planeten mitzunehmen, was wohl eine moderne Form der Arche Noah darstellt, nicht unbedingt jedermanns Sache. Bei mir trifft dieses Szenario genau den richtigen Nerv. Tiefgründige, religiöse Anspielungen, die zum Nachdenken anregen und den Zuschauer selbst nach Ende des Films nicht loslassen.

 

Fazit: Leider habe ich an „Knowing“ einige Kleinigkeiten zu bemängeln. Zum einen sind das die bereits erwähnten Steine, zum anderen fehlt mir eine Erklärung dazu, weshalb ausgerechnet ein kleines Mädchen vor rund 50 Jahren diese Zahlenfolge erhalten hat und eventuell eine Andeutung, wieso genau diese Kinder die Auserwählten darstellen. Abgesehen von diesen Punkten ist der Film mehr als nur sehenswert und verdient sich 9 von 10 Punkte!

 

(9/10)

(Rechte für Grafiken liegen bei Summit Entertainment http://summitentertainmentgroup.com)

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